
Zwei Ausdrucke liegen vor mir auf dem Küchentisch, nebeneinander, beide über Linn. Links die Human-Design-Auswertung aus unserem Familien-Reading, rechts der Seelenplan Report, den ich bestellt habe, weil ich wissen wollte, ob ein zweites System bei der Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder etwas zeigt, das Human Design übersieht. Zwei Blätter, zwei Sprachen, dieselben Potenziale eines einzelnen Kindes. Ben baut nebenan aus Duplo-Steinen etwas, das er einen Bahnhof nennt, obwohl es eher wie ein Turm aussieht.
Kurz zur Transparenz, bevor ich die beiden Reports gegeneinander halte: Auf familienspiegel.com verlinke ich Affiliate-Angebote. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine Provision, am Preis für dich ändert das nichts. Ich schreibe hier nur über Dinge, die bei uns zu Hause tatsächlich auf dem Tisch gelegen haben.
Das Human-Design-Reading kam als Geschenk von Jonas, nach einem harten Weihnachten mit meiner Mutter. Den Seelenplan Report habe ich mir später selbst dazu bestellt, aus Neugier, nicht weil mir im Chart etwas gefehlt hätte.
Seelenplan Report oder Human-Design-Chart: zwei Werkzeuge im Vergleich
Bei uns sind das fünf vollkommen verschiedene Human Design-Typen unter einem Dach, und allein darüber lässt sich bei uns schon enorm viel erklären, bevor überhaupt ein zweiter Report dazukommt.
Allein über die fünf Typen, offene und definierte Zentren, das Sakralzentrum, das Milzzentrum, das Wurzelzentrum, das Kehlzentrum, die emotionale Autorität und den sogenannten Not-Self-Mechanismus lässt sich fast jede Alltagsszene bei uns entschlüsseln.
Was das Chart längst beantwortet
Wer tiefer geht, landet bei den einzelnen Kanälen, bei bestimmten Toren, bei den Profillinien, bei den Variablen-Pfeilen unter dem Chart, bei der Penta-Dynamik, wenn mehrere Leute zusammen etwas unternehmen, bei einem ganzen Schaltkreis wie dem Stammes-Kreis, der eher die Gruppe als den Einzelnen bedient, bei einer gespaltenen Definition, bei der sogenannten Dekonditionierung über die Jahre und bei dem, was ein vollständiges Familien-Reading aus alldem zusammensetzt.
Ich dachte zuerst, der Seelenplan Report würde genau das noch einmal sagen, nur mit anderen Worten. Aber dann merkte ich: Er stellt eine komplett andere Frage.
Wofür der Seelenplan Report gedacht ist – und wofür nicht
Der Seelenplan Report rechnet nicht mit Geburtszeit oder Geburtsort, sondern mit dem vollständigen Geburtsnamen. Das System stammt von Frank Alper und beruht auf 22 energetischen Ur-Symbolen, die sich am hebräischen Alphabet orientieren. Am Ende bekommst du eine Art Charakterzeichnung einer einzelnen Person. Kein Chart mit Zentren, keine Kanäle, kein Abgleich zwischen mehreren Leuten. Nur ein Name und eine Deutung, laut Anbieterin erstellt und per Mail verschickt innerhalb von 24 Stunden nach der Bestellung.

Ich kritzle mir ein Stichwort mit dem Kugelschreiber auf einen Zettel, während draußen eine Bahn vorbeirattert, und genau in dem Moment wird mir klar, worin der Unterschied wirklich liegt.
Linns Seelenplan beschreibt sie als zurückhaltend und genau, fast wie eine Archivarin ihrer eigenen Fähigkeiten. Das deckt sich mit dem, was das Chart über ihr offenes Zentrum sagt, nur in anderen Bildern, ohne dass die beiden Systeme sich wirklich berühren.
Was der Report nicht leistet: Er sagt nichts darüber, wie zwei Charts in einer Familie miteinander reagieren, wie eine Generatorin auf einen Projector wartet oder wie ein Reflektor den Raum spiegelt, in dem er sitzt. Dafür bräuchte es wieder das vollständige Reading, nicht den Namen allein.
Samstagvormittag am Neumarkt: zwei Kinder, zwei Lesarten
Samstagvormittag, Neumarkt, Blumenstand und Bratwurstbude mischen sich in der Luft. Linn steht einen Meter hinter mir und wartet, bis jemand sie etwas fragt, bevor sie sich bewegt – eine Generatorin, die auf die richtige Frage wartet, nicht auf meine Ungeduld. Ben ist schon beim dritten Brunnen und will wissen, warum der eine höher spritzt als der andere.
Im Chart steht das als offene Definition mit sakraler Antwort. Im Seelenplan stünde vermutlich nur, dass Linn eine beobachtende, sortierende Ur-Energie mitbringt. Beides trifft zu. Nur beschreibt das eine die Reaktion im Moment, das andere eher eine Grundfarbe, die immer da ist.
Einmal griff ich zu direkt auf den Wortlaut aus Bens Report zurück. 'Du hast einen Überschuss an Energie, die raus muss', sagte ich zu ihm, mitten im Chaos vor dem Abendessen. Er sah mich nur an, als hätte ich auf Lateinisch gesprochen. Das Vokabular aus so einem Report lässt sich nicht einfach auf ein vierjähriges Kind übertragen, egal aus welchem System es stammt.

Für alle, die bei den Grundbegriffen noch unsicher sind, liegen die Basics in meinen Notizen zu den Human Design Grundlagen. Und wer zwei sehr unterschiedliche Kinder hat wie wir, findet mehr dazu bei den Geschwister-Dynamiken, die bei Linn und Ben fast täglich aufeinandertreffen.
Letzte Woche schrieb mir Brigida aus Basel, die als Lehrerin über eine Facebook-Gruppe auf den Blog gestoßen ist, und hängte wie so oft einen Link aus einer pädagogischen Fachzeitschrift an. Ihre Frage: Chart oder Namens-Report, wenn man nur eines für ein einzelnes Kind anschaffen will? Meine Freundin Mirca würde an dieser Stelle fragen, ob das nicht sowieso alles irgendwann einfach Pubertät wird – eine Frage, die ich mir ehrlich gesagt für später aufhebe.
Wann lohnt sich welches Angebot?
Der Seelenplan Report lohnt sich, wenn du genau ein Kind im Moment verstehen willst, schnell, ohne dich erst durch ein ganzes Chart zu arbeiten: ein Name, eine Auswertung binnen eines Tages, einmalige Zahlung ohne Abo und mit Geld-zurück-Garantie von 180 Tagen, falls dir die Deutung gar nichts sagt. Schau ihn dir hier an: Seelenplan Report.
Umgekehrt lohnt sich der HD Summit 3 FAMILY, wenn du nicht nur ein Kind, sondern die ganze Familienkonstellation von mehreren Seiten hören willst: 22 Interviews mit Expert:innen, im eigenen Tempo, als Video und Audio im Mitgliederbereich. Dafür bekommst du kein persönliches Reading der eigenen Charts, das musst du selbst übertragen – und die ältere Aufzeichnung zu den Grundlagen aus dem ersten Summit deckt die Familienperspektive gar nicht ab, die ist für etwas anderes gedacht.
Welches der beiden am Ende öfter aus der Schublade kommt, hängt davon ab, ob du gerade ein einzelnes Kind verstehen willst oder die ganze Bande am Tisch. Bei uns liegen inzwischen beide Zettel in derselben Mappe.
Seelenplan Report
Vorteile
- ✔ Individuelle Analyse basierend auf dem vollständigen Namen
- ✔ Schnelle Lieferung innerhalb von 24 Stunden
- ✔ Hilft, verborgene Talente und Herausforderungen des Kindes zu verstehen
- ✔ Sicherheit durch 180 Tage Geld-zurück-Garantie
- ✔ Einmalzahlung ohne versteckte Abokosten
Nachteile
- ○ Erfordert Zeit für die Einarbeitung in die Theorie
- ○ Kein Ersatz für ein persönliches Gespräch bei tiefen Konflikten